Interview mit Mag. Mühlbacher

Herr Mag. Mühlbacher, wie hat Ihr beruflicher Werdegang begonnen?

Sehr früh, schon mit 4.
Meine ersten Erinnerungen sind der unverwechselbare Geruch und die Atmosphäre in der Apotheke. Meine erste pharmazeutische Tätigkeit war das Zerschlagen von Kandiszucker am Labortisch meines Großvaters.
Meine Mutter hat im Sommer oft Vertretungen in Hadersdorf am Kamp gemacht und so haben wir Sommer lang praktisch in einer Apotheke gelebt.

Die Bartholomäus Apotheke haben Sie dann aber von Ihrer Mutter* *übernommen.

In meiner Schüler- und Studentenzeit hat mich dann das Selbstverständnis meiner Mutter, die die Apotheke von 1970 – 2002 geleitet hat, zu unserem Beruf sehr geprägt.
Gerade im Kundenkontakt und im Einsatz für den Patienten war und ist sie für mich ein großes Vorbild. Ich wollte immer einen Beruf ergreifen, in dem der Umgang mit Menschen eine zentrale Rolle spielt.

Sie haben die Apotheke 2003 von der Bergsteiggasse auf den Elterleinplatz verlegt. Also von 30 m2 auf 200 m2 Verkaufsfläche, wenn Sie sich zurückerinnern, woran denken Sie?

Es war sicherlich die größte Herausforderung in meinem Werdegang.

Viele meiner Freunde und meine ganze Familie waren im Einsatz, um diesen Umzug zu bewältigen. Wir haben am Samstag zu Mittag die alte Apotheke zugesperrt und Montag früh die neue auf
...das war spannend.

Das Ziel war der Apotheke eine Entwicklungsmöglichkeit zu geben, um unseren Kunden die ganze Bandbreite unserer Leistungen präsentieren zu können.

Der Standort Hernals ist Ihnen wichtig?

Wir möchten die Tradition als Familienbetrieb und die Verbundenheit mit den HernalserInnen, die seit der Gründung der Apotheke 1845 besteht, mit den Anforderungen an einen modernen Apothekenbetrieb verbinden.

Deshalb die alte Einrichtung…

Genau….. meinen Mitarbeitern und mir geht es darum, mit der Apotheke einen Ort der Begegnung zu schaffen, deshalb muss sie als Apotheke erkennbar sein.
Menschen unterschiedlichen Alters, von unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Bedürfnissen sollen die Bartholomäus-Apotheke als Ort zum Wohlfühlen erleben.

Welche Anforderungen werden aus Ihrer Sicht an einen modernen Apothekenbetrieb gestellt?

Die Apotheke als Gesundheitsinstitution ist im ständigen Wandel.
Die zentrale Anforderung, der sich die Apotheke von heute stellen muss, ist aus meiner Sicht ihre älteste – die fachgerechte, schnelle und verantwortungsvolle Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Das Medikament unterscheidet sich in ganz zentralen Eigenschaften von herkömmlicher Handelsware.

Welche Eigenschaften sind das?

Das Arzneimittel deckt ein sehr persönliches Bedürfnis des Menschen ab – die Gesundheit. So ist ein persönlicher Kontakt und vor allem persönliche Aufklärung unerlässlich.
Wir erleben durch den leichten Zugang zu Information z.B. durch das Internet ein gesteigertes Bedürfnis nach Beratung. Denn Information ist nicht mit Wissen gleich zu setzen!
Und da setzt unsere Aufgabe als Apotheker an: wir erkennen dieses Bedürfnis, um unseren Kunden und Patienten seriöse Information zu geben und um sie vor unseriöser Information zu schützen.

Das verlangt intensive Beratung…

Ja, und es gehört auch zur guten Beratung, dem Patienten zu sagen, dass das Gewünschte nichts für ihn ist.
Es muss also nicht zwingend in einem Verkauf enden – dazu ist die Gesundheit zu wertvoll.

Sie verfügen ja auch über ein sehr umfangreiches Sortiment…

Auch beim „Nebensortiment“, das heißt Kosmetik und alternative Heilmethoden, führen wir ausschließlich Produkte, die wir mit unserem pharmazeutischen Wissen vertreten können.
Es ist sicherlich ein steinigerer Weg, jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass wir gerade, weil wir das Angebot kritisch betrachten von unseren Kunden geschätzt werden.

Auf einen Blick
Bartholomäus Apotheke
Mag. pharm. Johannes Mühlbacher

Elterleinplatz 12
1170 Wien

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Tel.: 01/402 24 00
Fax.: 01/402 24 00 - 24

info@bartholomaeus-apotheke.at
www.bartholomaeus-apotheke.at
Wir nutzen unsere Erfahrung.
Wir bauen auf unser Wissen.
Wir sind für Sie da.